DOOMIAN Spezial: Auf ein Bier


#1

Hier geht’s zum Artikel: https://superlevel.de/spielkram/doomian-spezial-auf-ein-bier/


Yeah, heute gibt’s nicht nur eine neue Folge DOOMIAN, nein, es handelt sich dabei sogar um eine Sonderfolge. Und zwar sprach ich mit den vier Herren vom “Auf ein Bier”-Podcast, auch The Pod genannt. Wir unterhielten uns über den Stellenwert von Videospielen und Spielejournalismus, die diesjährige E3 und berufliche “Exit-Strategien” als Spieleredakteur. Wenn euch die Folge gefällt, abonniert DOOMIAN doch… (…)


#2


(Lennart) #3

woisdercomic?!:sob:


#4

(Benjamin Jessat) #5

Mach mal nicht so schnell, ich hab noch zwei DOOMIAN’s + 1x Superlevel intim zu hören…


(Constantin) #6

Gibt’s eigentlich ne geplante Sommerpause?


#7

Eigentlich nicht. Der zweiwöchentliche Rhythmus ist ja nicht allzu stressig. Ich würde das im Zweifel von einem etwaigen Teilnehmerschwund abhängig machen. :wink:


(Constantin) #8

Prima!


#9

Da Jürgen Jochen in seinem Beitrag Fabu auf diesem Tweet angesprochen hat…

…und Fabu nicht mehr wusste worauf das anspielte: Dieser Artikel von Ian Bogost ist wahrscheinlich gemeint (den die meisten wohl gar nicht erst gelesen haben, inklusive meiner Wenigkeit.)


#10

Korrekt. Leider fiel’s mir in dem Moment nicht ein.


(Martin) #11

(VSG) #12

Ok, zunächst eine Beichte: dies ist der erste Doomian-Podcast, den ich je gehört hatte. Ich füge aber gleich an, dass ich vor dem Schreiben dieses Kommentars bereits weitere Folgen genossen habe.

Das Spezial “Auf ein Bier” ist ein ganz toller Podcast geworden! Tolle Gäste, tolle Themen und sehr gute Gespräche. Schon der erste Dialog über den gesellschaftlichen Stellenwert von Videospielen lässt einen nicht los. Wirklich interessant, die Haltung hinter “dem Spielen” als wesentlichen Faktor und Wert unserer Gesellschaft zu thematisieren. Habe ich so noch nie drüber nachgedacht.

Für mich als Gaming-Blogger und Videospiel-Archäologe passten die Inhalte wie die Faust auf’s Auge.

In jedem Fall hast Du einen neuen Stammhörer gewonnen. Vielen Dank für Deinen Podcast!


#13

Danke fürs Feedback. :smiley:


#14

Aus der Reihe “Forenbeiträge nicht nur anfangen, sondern auch abschicken”.
Vielleicht sollte ich in Zukunft darauf verzichten und nur noch anmerken, dass ich eine eine Folge mal nicht so gut fand, aber nein: supertoll!

Erst musste ich beim ersten Thema ein bisschen zusammenzucken, ich bin ein bisschen allergisch darauf, wenn gesagt wird, dass etwas mehr als das ist, was es ist. Nach dem Motto: Metal ist mehr als nur Musik! Games sind mehr als Games! Aber das war dann ja auch nicht die Intention des Themas. Ich finde es jedenfalls auch sehr schade, wie viel Potenzial da versäumt wird. Spielerisches Lernen und Arbeiten bieten so große Chancen, von denen ich bisher noch nicht so viel gesehen habe. Spiele, die dann doch mal ansatzweise die Richtung gehen, bekommen das Schnarchetikett “Serious Game” aufgedrückt, was irgendwie die Problematik ironischerweise nochmal unterstreicht.

Lustigerweise habe ich passend zum zweiten Thema vor kurzer Zeit drüber nachgedacht, dass Videospieljournalismus so wichtig ist, weil man sich ja irgendwie ein Bild machen muss, bevor man sich auf ein Spiel einlässt.
Das sehe ich mittlerweile zum Beispiel beim Musikjournalismus anders. Mich interessieren Musik-Verrisse nicht mehr annähernd so sehr wie früher. Ich kann mir von fast jedem Künstler und jedem Album selbst ohne Streamingabo kostenlos und legal ein gutes Bild machen. Warum sollte ich mich dafür interessieren, dass irgendjemand ein Album mit einer 4/10 bewertet, das ich mir mit ein paar Klicks selbst anhören kann? Und dann ist das Thema auch in der Regel in ner Stunde gegessen. Das einzige, was mich noch interessiert, ist Musikjournalismus, der Empfehlungen macht. Nach dem Motto: Das kennst du noch nicht, ist aber gut, hör es dir an.

Das Problem am Videospieljournalismus ist einfach die Qualität und die fehlt an so vielen Stellen. Codes bzw. Rezensionsexemplare finde ich ja noch legitim. Es ist verständlich, dass nicht jedes Magazin und jeder Blogger sich die Spiele selbst kaufen kann und will. Kritisch wird es, wenn die Rezensionsexemplare dann einem Goodie-Bag gleichen. Es ist gar nicht möglich, objektiv zu bleiben, wenn man mit Geschenken überhäuft wird. Die Pharma-Industrie ist da so ein Extrembeispiel, bei der das eine ganz bekannte Praxis ist: Pharmafirmen sponsern gerne mal Tagungen und laden Ärzte zum Essen ein, um ihre Medikamente zu vermarkten. Für viele Beteiligte ist gar nicht viel dabei. Aber egal, wie sehr man sich einredet, dass man ja trotzdem noch objektiv bleiben kann, ist Dankbarkeit eben ein (eigentlich schöner) Mechanismus, den man nicht einfach abstellen kann und automatisch erwidern möchte.

Hinzu kommt die Schnelllebigkeit und der ständige Drang, mitzureden. Auf der einen Seite ist da das Abschreiben von Clickbait-Meldungen, was ja irgendwie auf die schwierige Wirtschaftlichkeit zurückzuführen ist. Aber es fängt schon auf Twitter an. Wenn ich von Bloggern so Sachen lese wie “Ich spiele seit einer Stunde das neue Zelda und es ist einfach nur fantastisch!”, dann rollen sich mir die Fußnägel hoch. Gerne ist man schon vor dem Release ebenso gehyped wie jubelnde Journalisten auf Pressekonferenzen der E3. Sicher ist gerade Gaming-Journalismus durch eigenes Fandasein geprägt und (Vor-)Freude ebenfalls nicht einfach abstellbar, es mangelt meines Erachtens aber an vielen Stellen ein bisschen am Bewusstsein, was an der Tätigkeit alles mit dranhängt.
Das führt im Endeffekt teilweise dazu, dass Gamingjournalismus häufig kaum von der Promotion zu unterscheiden ist und daraus entsteht womöglich das Gefühl, dass er kaum mehr nötig ist.


(Sandra) #15

OH Mann.
Ich verfolge Superlevel schon seit einer Weile (shame on me - dies ist mein allererster Kommentar nach 2 Jahren auf der Plattform, weil ich mich erst jetzt mal aufgerafft habe, mich anzumelden), aber den Podcast habe ich leider immer ein bisschen übersprungen, weil ich dachte, ich finde nie mehr als eine Stunde Zeit, um mir das anuzuhören >_>

Letztlich nach der Ankündigung des Ablebens von Superlevel (schnüff) aber habe ich mal reingehört und entdeckt, dass die Idee des ganzen Podcasts super ist und sich wunderbar für Zug- und Autofahren eignet. Jetzt bin ich so süchtig danach :smiley: Danke für das wirklich coole Format!