Hellblade Permadeath! Oder auch nicht! Oder doch?!


(Daniel) #1

Hellblade ist raus und es gibt allerlei Diskussionen über die Art von “Indie-AAA-Games”, die das Team etablieren will und die Darstellung von psychischen Krankheiten im Spiel… aber eine Sache dominiert: die Frage, ob das Spiel Permadeath hat. Angeblich soll nämlich das Savegame gelöscht werden, wenn man zu oft stirbt. Und es gab natürlich viel Aufregung - Unfair gegenüber Käufer_innen fanden die einen, “kreative Freiheit” erwiderten die anderen. Nur, dass das ein Bluff war.

Und nun? Haben wir eine Diskussion darüber gehabt, ob ein kommerzielles Spiel solche destruktiven Features haben darf, die den Konsument_innen die Kontrolle nehmen… die nun haben wir eine Diskussion über journalistische Sorgfalt, denn offenbar hat ja niemand geprüft, ob die Aussage von Ninja Theory stimmt. (Marcus hat dazu übrigens was lesenswertes in die Kommentare eines Hunde-Kack-Videos auf YouTube geschrieben.)

Und nun?


(Axel) #2

Haha, super Aktion von Marcus! :clap:
Und super Marketing Aktion von Ninja Theory! :clap:
Und “Indie-AAA” …ernsthaft?! Mehr Oxymoron geht nicht. Indie is dead and indie-AAA killed it.


(Daniel) #3

Die Idee hinter dem etwas albernen Begriff haben sie auf der letzten GDC vorgestellt:

http://www.hellblade.com/the-independent-aaa-proposition/


(Marcus Dittmar) #4

Ein Spiel, das möglichst viel Umsatz bringen soll, leidet sicher auch unter solch einem destruktiven Element, andererseits hat @Stonejackit schon den positiven Aspekt in diesem Fall angesprochen. Hellblade hat nicht das Marketingbudget großer Titel, befindet sich aber nun fraglos in aller Munde, ohne dass viel Geld oder Aufwand in die Promotion fließen mussten.

So clever die Idee mit dem Bluff auch sein mag, so erschreckend ist es doch, wie leicht sich manch ein Spielejournalist für diese Form der versteckten Werbung instrumentalisieren lässt. Statt über die tatsächlich interessanten und relevanten Aspekte dieses ja offenbar durchaus gelungen Spiels zu reden, bestimmte plötzlich nur noch dieses Hirngespinst die Diskussion. Und nun herrscht auf Seiten der lautesten Schreihälse plötzlich betretenes Schweigen.

Finanziell wird sich diese Nicht-Mechanik am Ende vermutlich durchaus bezahlt gemacht haben. Der kritischen und inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Spiel war sie jedoch äußerst abträglich.


(Axel) #5

Dem möchte ich nicht widersprechen. Ganz nach dem Motto: “Es gibt keine schlechte PR” (wobei ich diesen Satz durchaus für nicht allgemeingültig halte).