Kritische Distanz: Lesenswerte Spielkritik


(Daniel) #21

Große Spiele sind aus kleinen Ideen gemacht – kaum ein Studio hat dieses Mantra derart verinnerlicht wie Nintendo.

Gregor Thomanek über Splatoon.


(Daniel) #22

Das dahinter stehende Prinzip ist exakt das bürgerliche Heilsversprechen: ‚Arbeite hart, sei besser als die anderen und du kommst zum Erfolg.‘ Die Gangster, die uns in GTA präsentiert werden und zu denen wir werden, sind keine romantischen Helden, die sich der Ordnung der Welt entziehen, um ihre Freiheit zu genießen. Sie widersetzen sich nicht der herrschenden Ordnung, sie hintergehen sie. Sie schummeln, wo sie Spielverderber sein müssten.

Sarkasmus, Stereotype und Systemkonformität: Der Mythos Kritik in Grand Theft Auto V” von Georg-Maximilian Halbgebauer.


(Daniel) #23

###Call of Duty – Ein Wächter der Geschichte

Die Intensität wird durch die vollkommene Abwesenheit von Humor unterstrichen. Call of Duty will nicht cool sein. Es will nicht mit Features glänzen. Keine Waffen-Upgrades. Keine Nebenquests. Keine Open World. Kein Fancy-Shit. Hier befinde ich mich im Kampf. Im Krieg. Es gibt keine Ziele, die über die Befehle des Commanders hinausgehen. Es gibt nur uns und den Feind. Sonst nichts.


(Daniel) #24

Bei femgeeks gibt es eine äußerst ausführliche Zusammenfassung von Pokémon GO und dem Drumherum.


#25

##The invisible women of videogames


(Daniel) #26

Guter Artikel, aber… :point_down: :jonas:


#27

(Daniel) #28

Ungewöhnliche und lesenswerte Auseinandersetzung mit No Man’s Sky von @vdgmtourism:

No Man, No Sky

Ein beinahe unendliches Universum, in dem jeder, wirklich jeder Spieler etwas zu entdecken erwartete, das kein Mensch je zuvor gesehen hat - das war eine Verlockung, die, noch dazu seit Sonys massivem Drehen am Hype-Karussell, bei manchen fast schon religionshafte Ekstase auszulösen vermochte. Dass No Man`s Sky diese zentrale Idee zwar durchaus verwirklicht, geht im Enttäuschungsgeheul der königlichen Kunden fast unter. Denn das ist nun, im Licht all der in dieses kleine, riesige Spiel gesetzten Erwartung, schlicht nicht genug.


(Nora Beyer) #29

Kritische Distanz zum Spielejournalismus: Der New Game Journalismus - Mal anders über Spiele schreiben:
https://thebigwords.wordpress.com/2016/08/29/neues-aus-der-anstalt-der-new-game-journalism-zocken-als-reisefuehrer/

…Und ein Beispiel:
https://thebigwords.wordpress.com/2016/08/30/dayz-und-dann-gabs-die-verfaulte-banane-chroniken-eines-ex-moerders-ein-gespraech-zwischen-elektro-und-drozhino/


#30

Da versucht ja jemand immer noch ungeniert Eigenwerbung für seinen Blog zu machen. :laughing:


((pixeldorado)) #31

Aber ich mag den Ansatz, sich aufgrund urheberrechtlicher Bedenken die Screenshots selbst zu malen.


(Axel) #32

Superschöner DAYZ Text. Mag ich sehr :heart:


(Daniel) #33

Ich find’s schon okay, hier auch eigene Texte zu posten. Und der Text zu DayZ ist wirklich verlinkenswert :slight_smile:


(Nora Beyer) #34

Noch ein Versuch…
The Curious Expedition: Reise in die Dunkelheit und ein ganzer Haufen Pixel


(Daniel) #35

Langer Text zu Gewalt und Moral in Spielen von Benedikt Plass-Flessenkämper bei der PC Games:

Tod, Gewalt, Sex: Die Sache mit der Moral in Spielen

Die Katharsis-Theorie besagt hingegen, dass das Ausleben von Aggressionen in der Fantasie zur Reduktion derselben führt. Schon der griechische Philosoph Aristoteles (384-322 v. Chr.) vertrat diese Theorie, damals mangels Bildschirm aber natürlich in der Literatur beziehungsweise im Theater. Ob dies auf Computerspiele zutrifft, wird kontrovers diskutiert.


((pixeldorado)) #36

(Daniel) #37

Polyneux schreibt über The Tomorrow Children:

Für Mütterchen Spieleindustrie

Doch diese Kernthese ist es, die mich an The Tomorrow Children fasziniert: Wie sehr der Spaß an der Sache doch noch Selbstzweck sein kann, nachdem Jahresladungen von Spielen, ob groß oder klein, uns seit jeher Ziele vorlegen, deren Erreichen im besten Fall mit Spaß verbunden ist, es aber eben nicht immer sein muss.


#38


(Daniel) #39

Aus dem Review zu Battlefield 1 von Zsolt Wilhelm:

Der Erste Weltkrieg für Disneyland-Besucher

Und auf dieser aalglatten Klaviatur spielt “Battlefield 1” alle Stücke, die dann im Multiplayer-Modus parallel ertönend in einem heiteren Marsch aufgehen. Im Zusammenspiel mit 31 Teamkollegen gegen ebenso viele Widersacher rückt der ernste Charakter des Settings vollends in den Hintergrund.


(Dom) #40

Dem Eindruck widerspreche ich übrigens grundsätzlich: http://www.gamepro.de/artikel/battlefield-1-dice-hat-endlich-das-moderne-kriegsspiel-erfunden-aber-der-preis-dafuer-ist-hoch,3304637.html