Lost Levels | Ein paar unserer #Lieblingskritiken aus dem Jahr 2017


(Lost Levels) #1

Das Internet bietet eine schier endlose Auswahl an Content – von Let's Plays bis Longreads und alles umsonst. Gerade kleinere Blogs und Podcasts haben es da schwer. Und das sagen wir aus Erfahrung! Am Ende war der Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit schließlich einer der Gründe, dass unsere ehemalige Online-Heimat Superlevel im letzten Sommer dicht gemacht hat. Heute sind die "Lost Levels" deshalb mal keine übersehenen Spiele, sondern ein paar in der Informationsflut untergegangene Artikel und Podcasts, die uns in diesem Jahr besonders gefallen haben.

Dom Schott begab sich für sein neues Projekt Archaeogames auf Städtetour. Der Artikel dient nicht nur als Zeitreise zu den Anfängen des Open-World-Genres, sondern demonstriert auch die Schnittstelle zwischen virtuellen Nachbauten mittelalterlicher Städte und deren Wert für echtes Geschichtsverständnis. Wer auch in Zukunft mehr von Gestern lesen will, kann Archeogames auf Patreon unterstützen.

Unter dem wortverspielten Titel rezensierte Marcus Dittmar (der inzwischen unter Sieben von Zehn bloggt) auf Superlevel einen der dank existenzialistischer Storyline und japanischer Softcore-Erotik heißesten GOTY-Anwärter – und das gleich fünf Mal. Eine ebenso kreative wie kritische Herangehensweise an ein Spiel, zu dem schon fast alles gesagt wurde.

Auf Gameplane widmeten sich Caroline Valdenaire, Nicole Wetzel und our very own Christina Kutscher einem wunderbar spezifischen und freudigen Blick auf prähistorische Klischees. Ob als Museumsstücke in Vampire: Bloodlines oder niedliches Reittier Yoshi kommen die nämlich ziemlich oft in Spielen vor.

Nina Kiel testete die bizarre Virtual-Reality-App eines selbsterklärten "Pick-Up-Artists" und enttarnte deren manipulativen und frauenverachtenden Strategien. Ihre Auseinandersetzung mit allen Facetten von Sex, Liebe und Beziehungen in Videospielen wird unter dem Blog Random Encounters in diesem Jahr hoffentlich wieder aufgenommen – denn sie ist immernoch einzigartig.

Noch kurz vor dem Ende von Superlevel startete Philip Fassing dort ein neues Format. Seine kurz und knackigen Videoreviews waren zwar nicht von großer Zahl, aber trotzdem nicht vergessen. (Hey, Philip, wenn du das irgendwann fortsetzen willst, melde dich einfach bei uns 😘)

Wenn ihr auch solche #Lieblingskritiken (oder Podcasts, Videos, Essays, Features, Interviews, you name it) habt, dann twittert sie doch unter dem Hashtag oder werft sie unten in die Kommentare. Der deutschsprachige Spielejournalismus und die Blogosphäre haben sicher ihre Probleme. Aber die Macherinnen und Macher guter Inhalte mit ein paar netten Worten weiter zu motivieren ist nur ein kleiner Aufwand. Und das Ende unserer Vorgänger-Seite Superlevel zeigt, wie schnell diese Motivation schwinden kann.

Also: Stay positive und weitermachen ✌️


Dies ist ein Begleitthema zum ursprünglichen Beitrag unter https://lostlevels.de/blog/unsere-lieblingskritiken-aus-dem-jahr-2017

(Marja) #2

Wegen dieses Artikels auf ArchaeoGames hatte ich mir Aporia zugelegt

Und ich möchte noch an SpeckObst und seine ganz ganz wunderbaren Reviews erinnern