Lost Levels | Playlist 2017: Das Spielejahr in fünf Soundtracks


(Lost Levels) #1

SteamWorld Dig 2

In dem bezaubernden Buddelspiel SteamWorld Dig 2 arbeiten wir uns (wie im Vorgänger) Richtung Erdkern voran, zunächst mühselig mit der Spitzhacke, später mit immer ausgefeilteren Utensilien, bis es sich mit Jetpack, Presslufthammer und Greifhaken fast von selbst durch die unterirdische Welt hämmert, fliegt und schwingt. Zum Soundtrack trug der Musiker und Künstler El Huervo bei, der dem Spiel mit seinen wohligen Retro-Anklängen genau das richtige Maß an Reife verleiht.

Four Last Things

Monty Python meets Hieronymus Bosch: Nicht nur das Spiel ist eine eklektische Collage, auch der Soundtrack zu Four Last Things mischt munter Epochen und Stile. Von Monteverdi bis Satie, von Dowland bis Bach springt das bizarre, unfassbar originelle Point-and-Click-Adventure über die Freuden des Sündigens durch die Public-Domain-Archive der frühen und nicht so frühen klassischen Musik.

West of Loathing

Obwohl mit Four Last Things und Pit People harte Konkurrenz am Start war, ist das Strichmännchen-RPG West of Loathing zweifelsohne das Lustigste, was ich in diesem Jahr spielen durfte. Zwischen dämonischen Kühen und kriminellen Clowns, neurotischen Pardners und der Suche nach Schätzen auf dem Boden gut gefüllter Saloon-Spucknäpfe sorgt Ryan Ike mit seinem Soundtrack trotz allem Klamauk für solide Western-Atmosphäre.

Last Day of June

Pathos und Komplexität, technische Finesse und Spieltrieb, introvertierte Musiker und eine fanatische Hörerschaft: Der Prog hat ja so seine eigenen Gesetze. Aber wenn man gehört hat, wie sich im wunderschönen Adventure Last Day of June die Musik von Porcupine-Tree-Mastermind Steven Wilson mit der vielleicht herzzerreißendsten Geschichte dieses Spieljahrs mischt, dann hat Prog plötzlich vor allem eines: ganz viel Herz.

Cuphead

Egal ob man Cuphead nun durchgespielt hat (ja, ich auch nicht): Allein der riesige, liebevolle und wunderschöne Jazz-Soundtrack des kanadischen Komponisten Kristofer Maddigan macht es nicht nur für mich zu einem der Höhepunkte des Jahres. Auf dem YouTube-Kanal der Entwickler gibt es interessante Einblicke in die aufwändigen Aufnahmen der Big-Band-Arrangements, und wer auf den Spielstress keine Lust hat, kann sich auch einfach mit einem guten Glas Whiskey in den Sessel zurückziehen und dem Soundtrack lauschen. Mit dem nötigen Kleingeld sogar auf Vinyl.

Honourable Mentions: Pit People, Tokyo 42, Life is Strange: Before the Storm.

Und was waren eure Lieblingssoundtracks im vergangenen Jahr?


Dies ist ein Begleitthema zum ursprünglichen Beitrag unter https://lostlevels.de/blog/jahresrueckblick-2017-soundtracks

(Daniel) #2

Der Soundtrack von Wolfenstein II hatte sicher seine Höhen und Tiefen (zumindest über die Coverversion von We’re Not Gonna Take It lässt sich streiten), aber immer wenn da 'ne Gitarre rumschnarrt bin ich voll drin im Nazi-Killing-Modus.


(Daniel) #3

(Sören) #4

Night in the Woods ist bei mir ganz oben dabei. Ansonsten sticht noch Nier Automata heraus.


(Philip) #5

Ruiner

Everything


(Marcus Dittmar) #6

Bester Song unter vielen bei Nidhogg 2:


(Marja) #7

1. OneShot
2. The Yawhg
3. Leviathan: The Last Day of the Decade
4. NO THING
5. Copoka


(Alex) #8

Ich hab in der ersten Jahreshälfte sehr viel Persona 4: Golden auf der Vita gespielt. Aus diesem Grund muss ich diesen Soundtrack an dieser Stelle nennen. Der sitzt immer noch als Ohrwurm in meinem Kopf, obwohl ich in der zweiten Jahreshälfte kaum noch gespielt habe.


(Daniel) #9

Beim eh tollen Bandcamp-Blog gibt’s ein Feature zur Entstehung des Cuphead-Soundtracks: