Was wäre, wenn die Apokalypse gar nicht das Ende ist?


(Daniel) #1

Videospiele lieben es, die Welt enden zu lassen. Like Roots in the Soil stellt unsere Erwartungshaltung völlig auf den Kopf.


Dies ist ein Begleitthema zum ursprünglichen Beitrag unter https://lostlevels.de/blog/was-waere-wenn-die-apokalypse-gar-nicht-das-ende-ist

(Daniel) #2

Bin nach diesem kleinen Jam-Juwehl noch gespannter auf das nächste “richtige” Spiel des Teams: Ludmilla. Hat mir einer der Devs damals auf seinem Handy gezeigt, als ich ihn auf der A MAZE getroffen habe.


(Alex) #3

Eine schöne Geschichte. Trotzdem würde es mir besser gefallen, wenn es erst gar nicht so weit kommt.


(Kai Werder) #4

Also Ich habe mich bis zu diesem Tage noch nie über die mangelde Interaktivität beschwert oder einer flachen Story (auch wenn es von denen genug gibt) aber ich breche heute einmal damit. Diesem Spiel ist in meinen Augen nichts zu entnehmen außer der Überschrift dieses Post. Dear Esther- eines der interessanten Spiele in den letzten Jahren, Firewatch- eines meiner Lieblings Spiele. Und doch verstehe ich die Begeisterung für dieses Spiel nicht. Man kann nur die Kamera bewegen, nicht einmal stehen bleiben. Es ist eine visuelle Erfahrung aber doch bitte kein Spiel. Das gleiche hätte auch in einem 360 Grad Video mit der Cardboard funktioniert und doch ist der Plot interessant aber auch nicht für lange


(Daniel) #5

Zum einen ist es der Beitrag zu einem Game Jam (dem Post-Apocalyptic-Jam) und lässt sich nur schwer mit Titeln wie Dear Esther oder Firewatch vergleichen. Aber ich fand den Twist ist ausgesprochen frisch und clever, etwas das ich in diesem totklischeeten Genre noch nicht gesehen habe, und darüber hinaus die Aussage noch so schön, dass ich über das hinwegsehen kann. Wäre Like Roots in the Soil länger würde ich dir sogar zustimmen was die fehlende Interaktivität angeht. Wobei ich die geteilte Kamera schon als Spielmechanik beschreiben würde die total viel Potential hat, besonders wenn man aktiver eingreifen könnte.


#6

Ob gleich die Videospielpolizei kommt und den Entwickler verhaftet, weil sein Werk nicht Spiel genug ist? :thinking:


(Daniel) #7

To be fair: Like Roots in the Soil ist wirklich ein gutes Beispiel um die uralte Frage zu diskutieren, was ein Videospiel ausmacht und was “Interaktivität” eigentlich sein soll.


(Kai Werder) #8

un-interaktiver wird es eigentlich nicht mehr außer vielleicht ein No Man Sky wo man in Zeitlupe fliegt und nicht steuert. Die Frage was ist ein Spiel oder was ist noch Indie ist doch eigentlich egal. Man kann das Zitat von Sid Meier nehmen oder einfach auf sein Bauchgefühl hören.

Ich habe nur den “Hype” und die positiven Bewerungen aus meiner Filter Bubble nicht verstanden. Ich saß am Ende da und dachte mir ist ja nett aber das waren jetzt auch 3 MIN meiner Zeit :smiley:


(Kai Werder) #9

Dann müsste man mich auch mit einsperren. Ich habe einen neuen Twitter und Steam Kurator der mir mehr Spiele die ich mag ans Herz lege. http://store.steampowered.com/curator/6859533-The-Game-Police/